So geht‘s Ihrem Hund richtig gut.

Verantwortungsbewusste Hundehalter stellen uns immer wieder Fragen, die wir für Sie gesammelt und beantwortet haben. Erfahren Sie, was Ihren Hund gesund und glücklich macht - von der Ernährung bis zur Pflege.

Nutzen Sie gerne auch unsere weiteren Angebote an Sie: Lassen Sie sich individuell beraten oder wenden Sie sich an unsere Service-Abteilung. Herzlich willkommen bei Hundefreunden! 

Allgemeine Fragen zur Ernährung

Hier beantworten wir Ihnen ganz allgemeine Fragen rund um die richtige Ernährung für Ihren Hund – Von der richtigen Futtermenge über die Anzahl von Mahlzeiten bis hin zur Futterumstellung.

Warum ist Happy Dog Trockenfutter etwas Besonderes?

Ausschließlich hochwertige Trockennahrung bietet eine ideale Vielfalt natürlicher Inhaltsstoffe mit bestem hochverdaulichem Fleisch verschiedener Tierarten, hoch aufgeschlossenen Getreidesorten, wirksamen Kräutern, wertvollen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen. 

Mit speziellen Rezepturen kann zudem ganz gezielt auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Hundes eingegangen werden. Man kann es trocken, aber natürlich auch eingeweicht füttern! Übrigens: Eine hochwertige Trockenfuttermahlzeit ist zudem meist deutlich  preiswerter als eine Dosenfutterration.

Wie viel Abwechslung braucht ein Hund beim Futter?

Selbst der erfolgreichste „Räuber“ hat in der Natur eigentlich gar nicht besonders viel Abwechslung: Um sein Rudel optimal zu versorgen, erlegt er nämlich bevorzugt große Beutetiere - und hiervon gibt es nicht sehr viel Auswahl.

Aber natürlich verschmäht ein Raubtier ggf. auch eine kleine Abwechslung durch ein kleines Beutetier oder auch unterschiedlichste pflanzliche Kost nicht. 
Die Happy Dog Rezepturen ahmen die Vielfalt, die die Natur bietet, durch eine optimale Kombination von Zutaten in den Rezepturen optimal nach. Weitere Abwechslung bieten unseren Hunden die Leckerchen und Kauartikel, die es nebenher gibt.

Hin und wieder das Futter zu wechseln kann durchaus sinnvoll und notwendig sein: z.B. während des Wachstums, der Trächtigkeit und Säugezeit, wenn man im Winter deutlich weniger aktiv ist als im Sommer etc. Häufige Futterwechsel nur der Abwechslung willen sind nicht nötig. Man erzieht sich dadurch nicht selten sogar einen „heiklen Fresser“ oder provoziert bei sensiblen Tieren eine Verschlechterung des Befindens. 

Was ist die richtige Futtermenge?

Futtermengenempfehlungen können nur rein rechnerisch ermittelt werden und sind daher nie mehr als eine „Empfehlung“. Sie beziehen sich auf das augenblickliche Idealgewicht bei normaler Bewegung. Der individuelle Bedarf eines Hundes richtet sich jedoch auch nach seiner Aktivität und der Stoffwechselveranlagung. Daher kann die optimale Futtermenge auch von der Empfehlung abweichen. Bei Neigung zu Übergewicht ist die ideale Futtermenge möglicherweise also deutlich geringer und es ist sinnvoll auf eine „leichtere“ Nahrung (z.B. Happy Dog Light 2 Low Fat oder Toscana) umzustellen. Schlanke und aktive Tiere dürfen etwas mehr bekommen.

Wie oft füttert man einen ausgewachsenen Hund am besten?

Ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag sind für den erwachsenen Hund ideal, wobei man dann die Mahlzeiten - statt sie einfach zu halbieren - auch in unterschiedlich große Portionen wie z.B. 1/3 morgens und 2/3 abends (oder umgekehrt) aufteilen kann. Zur optimalen Vorbeugung vor Magendrehungen werden bei gefährdeten Rassen übrigens 3 Mahlzeiten pro Tag empfohlen.  

Was muss man bei einer Futterumstellung beachten?

Idealerweise sollte man eine Futterumstellung über mehrere Tage (3 - 4) vornehmen, damit sich der Organismus an das neue Futter und die möglicherweise ja ganz anders zusammengestellte Rezeptur anpassen kann. Dabei mit jeder Mahlzeit immer ein wenig mehr von der neuen Nahrung unter das gewohnte Futter mischen. Bei jungen, älteren, verdauungssensiblen oder kranken Tieren besser ganz besonders schonend über 7 (- 14) Tage umstellen.

Was tun bei heiklen Fressern?

Manche Hunde lieben beim Fressen die Abwechslung. In diesem Falle ist die sogenannte Mischfütterung eine gute Idee (siehe „Was ist Mischfütterung?“).  Man sollte bei der Fütterung aber möglichst konsequent bleiben, denn die Fütterung hat viel mit der Erziehung zu tun. Das bedeutet: Nicht der Hund entscheidet, wann er was bekommt, sondern wir! Wer hier zu nachgiebig ist und ständig neue Futter anbietet oder gar das Futter permanent „verfeinert“,  der „erzieht“ sich leicht einen heiklen Fresser. 

Wozu ist eine hohe Verdaulichkeit wichtig?

Eine besonders hohe Verdaulichkeit gewährleistet, dass die Nährstoffe in der Nahrung vom Körper leicht aufgenommen werden können und dann ohne aufwendige Verdauungs- und Umbauprozesse  für Stoffwechselvorgänge im Körper zur Verfügung stehen. Je höher die Verdaulichkeit, umso weniger „Stoffwechselendprodukte“ bleiben als „Abfall“ zurück, der den Körper belasten könnte.

Daher ist eine hohe Verdaulichkeit besonders für sensible Tiere äußerst wichtig. Je höher die Qualität der verwendeten Rohstoffe ist, umso höher ist die Verdaulichkeit des Futters – und dementsprechend auch die Qualität des Futtermittels selbst. Einen weiteren sehr bedeutenden Einfluss auf die Verdaulichkeit hat das Herstellungsverfahren: So sind extrudierte Produkte (Kroketten) deutlich höher verdaulich als Quetschflocken (vergleichbar mit unserem „Frühstücksmüsli) 

Folgende Kriterien sind Zeichen für eine gute/hohe Verdaulichkeit:

  • kleine Fütterungsmenge
  • kleine Kotmenge
  • gute Kotkonsistenz

Die Verdaulichkeit ist allerdings nicht nur allein von der Art und Qualität der Nahrung abhängig, sondern auch vom Tier selbst. Bei nervösen und älteren Tieren kann die Verdaulichkeit eines Futtermittels durch eine zu rasche Darmpassage oder nachlassende Funktion der Verdauungsorgane abnehmen. Happy Dog Produkte haben eine besonders hohe Verdaulichkeit (90 %) und sind daher sehr gut bekömmlich. Wie gut eine Hundenahrung vom Körper verwertet werden kann, zeigt sich übrigens deutlich an den Hinterlassenschaften. Eine nur 7,5 % niedrigere Verdaulichkeit (also 82,5 % gegenüber 90%) bewirkt eine doppelt so große Kotmenge. 

Der Hund stammt vom Wolf ab. Benötigt er dann nicht viel mehr Fleisch im Futter?

Wegen seiner Abstammung vom Wolf wird der Hund in der zoologischen Systematik (Taxonomie) – also im Stammbaum der Lebewesen - als „Carnivore“ bezeichnet. Wegen seiner Ernährungs-gewohnheiten bezeichnet die Ernährungswissenschaft den Hund jedoch als „Carni-Omnivore“ (Fleisch- und Allesfresser).

Unsere Hunde haben sich - im Gegensatz zum Wolf - in den letzten Jahrzehntausenden sehr gut an unsere Lebensweise gewöhnt und haben keinerlei Probleme mit der Kohlenhydratverwertung. Das haben Forscher erst 2013 nachgewiesen. Im Grunde ist es auch leicht nachvollziehbar, denn die Hunde haben ja die menschliche Entwicklung vom Jäger zum Bauern an unserer Seite erlebt und hatten damit genug  Zeit sich darauf einzustellen. Happy Dog bietet dem Hund von heute die perfekt an seinen tatsächlichen Bedarf angepassten Rezepturen. 

Weitere Informationen zur Entwicklung vom Wolf zum Hund >>

Kann man mit der Fütterung das Verhalten des Hundes beeinflussen?

Ja. Aber nicht in dem hohen Maße, wie oftmals angenommen. Ist ein Tier sehr „aufgedreht“, dann ist es oft hilfreich auf einen eher moderaten Proteingehalt in der Nahrung zu achten (ca. 20-24%). 

Welche Art der Fütterung sinnvoll ist, hängt in hohem Maße von  der Persönlichkeit und der emotionalen Stabilität des Hundes ab. Man kann es kurzfassen: keinen Mais für Cortisol-gesteuerte, gestresste, unsichere Hunde. Aber wenn die Hunde eher "nach vorne gehen", kann man sie mit den Inhaltsstoffen von Mais etwas "dämpfen“. Man kann also Mais pauschal, ohne vorherige Persönlichkeitsanalyse, keinesfalls verteufeln. Vielen Hunden hilft auch eine gezielte Zugabe von Mais. Verhaltensexperten empfehlen Mais in der Beratung ungefähr genauso oft, wie sie ihn vom Speiseplan streichen. Hier ist also unbedingt eine ausführliche Beratung erforderlich.

Inhaltsstoffe, Happy Dog, Futter

Wir werden oft nach den Bestandteilen unserer Hundenahrung gefragt, da Unsicherheiten bestehen was für den Hund tatsächlich gesund und gut verdaulich ist und was nicht.

Am häufigsten geht es dabei um die Proteinquellen, Getreide im Hundefutter und den Unterschied zwischen Trocken- und Nassfutter. Unsere Informationen entsprechen dem aktuellem wissenschaftlichen Stand und klären über gängige Irrtümer auf.

Welche unsere Produkte bei bekannten Allergien gefüttert werden können finden Sie in unserer "Problemlöser-Übersicht">>

Ist Getreide schädlich für den Hund?

Getreide bzw. Kohlenhydrate sind für den Hund von heute kein generelles Problem. Warum, das erläutert eine wissenschaftliche Studie aus Schweden (Universität Uppsala), die im Januar 2013 in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Im Laufe der Jahrzehntausende hat sich der Hund an sein Leben in unserer Nähe optimal angepasst. Im gleichen Maße wie wir vom Jäger zum Bauern wurden, verbesserte sich seine Fähigkeit Kohlenhydrate zu verdauen erheblich. So ist beispielsweise das Enzym, das die Stärke verdaut, beim Hund mehr das 7-fach aktiver als beim Wolf. Die Forscher fanden beim Hund  zudem viele weitere Hinweise auf eine optimierte Kohlenhydratverwertung.

Das bedeutet, dass Getreide und andere Kohlenhydrate nicht pauschal ungeeignet für die Ernährung eines Hundes sind, sondern eine Frage der individuellen Unverträglichkeit. Getreide sollte nur dann vermieden werden, wenn der Vierbeiner dagegen allergisch ist oder eine Unverträglichkeit dagegen hat. Das ist allerdings weitaus seltener der Fall als man glaubt.  Werden tatsächlich viele Getreidesorten nicht vertragen, dann sollte die Wahl auf getreidefreie Rezepturen fallen, wie Happy Dog Supreme Africa oder Happy Dog Supreme Karibik.

Wie hoch ist der Fleischanteil im Futter

Der Begriff "Fleischanteil" ist leider nicht geschützt und auch nicht „wissenschaftlich“ definiert. Das ist ähnlich wie beim Begriff "Leicht", der ja z.B. bei Joghurt auch "fettreduziert", "kalorienarm" oder "schaumig aufgerührt" bedeuten kann. Am Seriösesten, ist es den „Fleischanteil“ als den Anteil tierischen Proteins am Rohprotein der Rezeptur zu definieren. Je nach Rezeptur und Ersatzbereich bei den Happy Dog Supreme-Sorten liegt der „Anteil tierischen Proteins am Gesamtprotein“ bei  zwischen 70 % und 80 % (außer Sonderrezepturen). 

Ist Rübenmelasse ein anderer Name für „Zucker“?

Rübenmelasseschnitzel (=Rübenfaser, Rübenschnitzel, Trockenschnitzel etc.) bleiben übrig, wenn der Zuckerrübe bei der Zuckerherstellung Kristallzucker und Melasse (Zuckersirup) entzogen wird. Es verbleiben also die Zellwände der Zuckerrübe. In der Nutztierfütterung wird eine noch sehr zuckerhaltige Qualität als Mastfutter verwendet, was zu Missverständnissen führt. In der Heimtierfütterung verwendet man dagegen eher eine quasi "entzuckerte", sehr rohfaserreiche Qualität von Rübenmelasseschnitzel und zwar nicht zur Mast oder Geschmacksverbesserung, sondern als Ballaststoff. Ballaststoffe sind unerlässlich für die Darmgesundheit und können im Notfall auch Bakteriengifte krankmachender Darmerreger binden. Die für Heimtiernahrung verwendete Qualität enthält deshalb nur noch minimalste Spuren von Zucker - in so kleiner Menge, dass man diese Zuckerrübenschnitzel sogar in Diabetikernahrung einarbeitet. Um also ganz genau zu sein: Wenn der Rohfaseranteil (entspricht etwa mengenmäßig dem Anteil an Zuckerrübenschnitzel) in 100 g Futter ca. 2,5-3,5 % beträgt, entspricht das bei einer Tagesfuttermenge von ca. 100 g für einen ca. 5 kg schweren Hund 3 g. In 1000 g unmelassierten Trockenschnitzeln sind nur noch ca. 68 g Restzucker enthalten. Das sind 6,8 %. Also findet man in 3 g Trockenschnitzel (also pro Tagesfutterration für den 5 kg-Hund) maximal 0,2 g Zucker.   

Wozu ist Cellulose im Futter gut?

Bei „Cellulose“ handelt es sich um eine gut verträgliche, sehr reine Rohfaserquelle, die ursprünglich von Holz stammt und auch in der Papierherstellung verwendet wird. In der Tierernährung wird sie verwendet, wenn man diätetische Zwecke verfolgt, z.B. die Verbesserung des Sättigungseffektes oder Optimierung der Kotstabilisierung bei besonders sensiblen Tieren. Daher wird „Cellulose“ speziell in Rezepturen verwendet, die zur Gewichtsreduktion und Erhaltung dienen, sowie bei Welpennahrung und vierbeinigen Senioren. Die üblichen Rohfaserquellen würden in den für diese Rezepturen benötigten Mengen ein deutlich höheres Kotvolumen sowie durch den stattfindenden Pektinabbau verstärkt Blähungen hervorrufen. 

Warum werden die tierischen Proteinquellen nicht mehr als „Fleischmehl“ bezeichnet?

Es gibt neue gesetzliche Vorgaben für Bezeichnung der Einzelfuttermittel tierischen Ursprungs von Warmblütern. Was früher beispielsweise als „Geflügelfleischmehl“ oder „Lammfleischmehl“ bezeichnet wurde, muss nun als „Geflügelmehl“ oder „Lammmehl“ ausgewiesen werden. Alternativ gibt es die Möglichkeit diesen Rohstoff „Protein vom Geflügel“ oder „Geflügelprotein“ bzw. „Protein vom Lamm“ oder „Lammprotein“ zu nennen. Da die Bezeichnung „Mehl“ sehr an „Tiermehl“ erinnert, es sich aber um einen hochwertigen Rohstoff von lebensmittelgeprüften Schlachttieren handelt, haben wir uns für die alternative Bezeichnung entschieden. Der Rohstoff Fisch wurde – da man hier ohnehin nicht von „Fleisch“ spricht - schon immer als Fischmehl bezeichnet. Für die nötigen Packungsänderungen gibt es eine großzügige Übergangsfrist. Da Packungsänderungen in der Supreme-Linie wegen der Einführung von Neuprodukten anstanden, haben wir die nötigen Änderungen in diesem Sortiment bereits umgesetzt. Bei anderen Linien wurde diese Änderung noch nicht vorgenommen. Sie werden jedoch bei den nächsten anstehenden Packungsänderungen umgesetzt. Das ist der Grund dafür, dass derzeit beide Begrifflichkeiten auf den Packungen im Fachhandel zu finden sind.

Warum ist die Proteinvielfalt in der Nahrung wichtig?

In der Entwicklungsgeschichte des Lebens auf der Erde hat sich kaum eine Tierart gehalten, die überwiegend auf ein einziges Nahrungsmittel angewiesen ist. Denn: fällt diese Nahrungsquelle aus widrigen Umständen aus, dann ist dieses Tier hochgradig gefährdet auszusterben (Pandabär –  Bambus). Besonders „Räuber“ haben - durch ihre kräftezehrende  Lebensweise  - hohe Anforderungen an ihre Nahrung. Um das Überleben eines „Räubers“ zu sichern, ist es daher ganz essentiell, dass ihm eine möglichst große Vielfalt an Beutetieren zur Verfügung steht. Das sichert dem Räuber nicht nur die generelle Deckung seines Bedarfs - auch wenn eine Art Beutetiere nicht verfügbar ist -, sondern sorgt zudem für eine optimale  Vielfalt an Aminosäuren und Fettsäuren. Eine derart ausgewogene Nahrung ist auch für den Hund die beste Grundlage um einem Mangel vorzusorgen, die Leistungsfähigkeit zu sichern und gesund alt zu werden.  

Wie kann man Trockenfutter und Nassfutter am besten vergleichen?

Ein aussagekräftiger Vergleich der Nährstoffgehalte von Trockenfutter und Nassfutter ist nur über die Ermittlung der „Trockensubstanz (TS)“ – also der Mengen an Nähstoffen in 100% getrocknetem Zustand – möglich, da Trockenfutter und Nassfutter einen deutlich unterschiedlichen Wassergehalt haben.

Beispiel:

Vergleich der Phosphor- und Proteingehalte zweier Nierendiäten, A (Trockenfutter) und Nierendiät B (Nassfutter)

Nierendiät A (Trockenfutter)

enthält 10% Feuchtigkeit, 0,4% Phosphor und 12,5 % Rohprotein. 100% Originalfutter - 10% Wasser = 90% TS.

0,4 : 90 (TS) x 100 = 0,44 % Phosphor in der TS
12,5 : 90 (TS) x 100 = 13,8 % Protein in der TS


Nierendiät B (Nassfutter)

enthält 61% Feuchtigkeit mit 0,07% Phosphor und 6,8 % Protein. 100% Originalfutter – 61% Wasser = 39% TS. 

0,07 : 39 (TS) x 100 = 0,2 % Phosphor in der TS
6,8 : 39 (TS) x 100 = 17,4 % Protein in der TS 

Die Nierendiät B (Nassfutter) enthält also in der TS zwar weniger Phosphor, jedoch deutlich mehr Protein, als es zunächst den Anschein hat.

Verringert die Zufuhr von L-Carnitin die körpereigene Produktion von L-Carnitin?

Nein. Nur wenn ein Regulationsmechanismus dafür existiert, kann das passieren (z.B. bei Hormonen wie Cortison). Einen solchen Mechanismus gibt es für L-Carnitin nicht. 

Mischfütterung, BARF, Selbstgekochtes - heutzutage gibt es viele Formen der Hundeernährung. Wir stellen die Vor-und Nachteile der gängigsten Methoden vor.

Was ist „Mischfütterung“?

Von Mischfütterung spricht man, wenn dem Vierbeiner unterschiedliche Zubereitungen von Tiernahrung, z.B. sowohl Trockenfutter als auch Nassfutter oder Selbstgekochtes etc. angeboten werden. Die Intention des Tierfreundes ist es dabei, dem Hund mehr Abwechslung bieten zu können. Nicht selten steckt dahinter auch der Wunsch Rohfütterung (BARFen) oder selbstgekochte Rationen zu einem Teil in den Futterplan zu integrieren ohne größere Risiken einer Mangel- oder Überversorgung eingehen zu müssen.

Während man früher dieser Art der Nahrungsgestaltung ablehnend gegenüber stand und glaubte, dass es für die Vierbeiner bekömmlicher sei konsequent eine Nahrungsart anzubieten, weiß man heute, dass es keineswegs automatisch zu Verdauungsproblemen führt wenn „Bello“ einen vielfältigen Futterplan hat. 

Sicher ist sicher
Wie man einen individuellen Futterplan bei einer Mischfütterung aufbaut, ist ganz von den Bedürfnissen des Hundes und der gewählten Futterart abhängig. Ein hochwertiges, optimal ausbilanziertes Alleinfutter – trocken oder nass – bietet die größtmögliche Sicherheit. Diese beiden Futterarten können daher problemlos  wechselweise gefüttert werden. Idealerweise sollten die Basisfuttersorten und deren Mengen möglichst genau nach dem tatsächlichen Bedarf des Hundes – sein Alter, seine Aktivität, spezielle gesundheitliche Besonderheiten - ausgewählt werden. Wer plant langfristig in größerem Umfang selbst zusammengestellte Rationen (egal ob roh oder gegart) anzubieten, sollte daher eine genaue Rationsberechnung erstellen lassen, denn nur so ist man auf der sicheren Seite, wenn es um „Bellos“ optimale Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen geht. Wird überwiegend ein Alleinfutter verwendet, kann man zumindest  ab und an auch mal ohne schlechtes Gewissen eine Mahlzeit selbst zusammenstellen.

Aufgepasst!
Damit der Hund auf seine Kosten kommt und diese Abwechslung auch genießen kann, werden die Futterarten nicht gemischt angeboten, sondern getrennt - beispielsweise morgens Trockenfutter und abends Nassfutter. Verdauungssensible Tiere tun sich oft schwer dabei sich täglich mehrmals die Woche auf eine andere Futtersorte einzustellen. Hier ist es ratsam entweder bei einer einzelnen Sorte zu bleiben, die der Hund sehr gut verträgt, oder aber von vorne herein eine Mischung der gewünschten Futterarten anzubieten. Bei Rassen, die ein erhöhtes Risiko für Magendrehungen haben, sollte auf eine Mischung von trockenen Kroketten und Fleisch in einer Mahlzeit verzichtet werden, da sie die Kroketten in einer solchen Zubereitung nicht kauen, sondern schlingen und dies im Falle einer Magendrehung zu Komplikationen führen kann. Auch beim Allergiker sollte man Vorsicht walten lassen und nicht zu viele unterschiedliche Komponenten in den Futterplan aufnehmen. Denn: Gibt es Probleme, wird es äußerst schwierig die tatsächliche Ursache herauszufinden! 

Und so geht’s…
Hochwertiges Trockenfutter bringt aufgrund des geringen Feuchtigkeitsgehaltes viele gut ausbilanzierte Nährstoffe - optimal abgestimmt auf Alter und Bedarf - in konzentrierter Form in den Futterplan. Gute Nassfutter und selbstzusammengestellte Mahlzeiten bestechen durch eine hohe Akzeptanz und die große Menge in der man sie verfüttern kann. Das kommt vom hohen Wasseranteil. Dafür halten sie nicht so lange satt… Mischt man beides, so hat man die Vorteile von beiden. Die perfekte Auswahl an optimal zusammengestellten Rezepturen und einzigartigen Selected-Protein-Sorten bieten das Happy Dog Trockenfutter-Sortiment und die Happy Dog Pur- Fleisch-Dosen. So bekommt jeder Vierbeiner genau, was er braucht und kann sich über reichlich Abwechslung freuen.

Die jeweiligen Mengenanteile werden dabei ganz nach dem individuellen Bedarf und der Stoffwechselveranlagung des Vierbeiners gestaltet. Als Berechnungsgrundlage dienen die Fütterungsempfehlungen beider Futterarten. Bei wenig Bewegung oder Neigung zu Übergewicht müssen die Futtermengen gekürzt werden. Bei lebhaften Tieren mit regem Stoffwechsel und viel Bewegung ist eventuell meist eine etwas höhere Futtermenge nötig. Leckerchen oder Snacks müssen von der Tagesration abgezogen werden. Dabei gilt als Anhaltspunkt: je 10 g trockene Leckerchen gefüttert werden, muss die Trockenfuttermenge um ca. 10 g* – die Nassfuttermenge um ca. 40 g** gekürzt werden.

Fütterungsbeispiele als PDF

Ist BARFen nicht gesünder für den Hund?

Die Fleischfütterung ist viel eher eine Ideologie als eine Notwendigkeit. Ob sie für das Tier tatsächlich sinnvoller ist als die Verwendung eines optimal zusammengesetzten Alleinfutters, sollte daher unbedingt im Einzelfall geprüft werden.

Es gibt weder eine pauschale Notwendigkeit für Rohfütterung noch für die Verfütterung besonders hoher Eiweißmengen. Im Gegenteil: Der Bedarf unseres Haushundes hat sich in den letzten Jahrzehntausenden deutlich an unser Leben angepasst und ist nicht mit dem Bedarf eines Wolfes vergleichbar. In jedem Falle ist bei einer langfristigen Fütterung selbstzusammengestellter Rationen – egal ob roh verfüttert oder gekocht - dringend anzuraten sich von einem Spezialisten die benötigten Zutaten und Nährstoffmengen genau berechnen zu lassen.

 

PRO
Fertigfutter (Alleinfutter) Futter selbst kochen BARFen
Einfache und sichere Fütterung nach individuellem Bedarf Sehr individuelle Fütterung möglich, auch vegetarisch Gute Akzeptanz
Große Auswahl Gute Akzeptanz, i. d. R. hochverdaulich Erscheint dem Besitzer sehr attraktiv
(Fütterung „wie Wolf in freier Natur“)
Diäten-Vielfalt    

 

 

CONTRA
Fertigfutter (Alleinfutter) Futter selbst kochen BARFen
Ggf. nicht so attraktiv für Hund und Besitzer Großer Aufwand Großer Aufwand
Futter selbst kochen und zusammenstellen
(Kombination von Einzelfuttermitteln)
Gefahr der Mangel- oder Überversorgung Gefahr der Mangel- oder Überversorgung
  Diäten schwer möglich Diäten schwer möglich
  BARFen „Bones And Raw Foods“
(Knochen und rohes Futter)
Sehr proteinreiche Fütterung
    Infektionsgefahr (Bakterien, Parasiten, Viren)
    Schwer verdaulich

Gewichtsprobleme

Mein Hund ist zu dünn. Was kann ich tun?

Hier ist es zwar sinnvoll eine Kost mit hohem Energiegehalt zu füttern, aber „Hochleistungsfutter“ mit viel Protein (Eiweiß) und Fett sind oft wenig hilfreich. Das viele Eiweiß kann bei veranlagten Tieren wie „Hafer beim Pferd“ wirken. Die Tiere werden noch „hibbeliger“ und nehmen trotz des gehaltvollen Futters nicht recht zu. In solchen Fällen empfiehlt es sich besser eine etwas größere Menge eines nicht ganz so gehaltvollen Futters zu verwenden oder/und einfach etwas Fett (in Form von Sonnenblumenöl, Distelöl etc.) zu ergänzen und so die Ration üppiger zu gestalten.

Ich glaube, mein Hund ist zu dick. Was muss ich tun, damit er abnimmt?

Eine erfolgreiche Diät basiert auf 4 Säulen: eine realistische Einschätzung des Übergewichtes, ein ausreichenden Bewegungsangebot, Konsequenz bei der Durchführung und natürlich eine optimal geeignete Diät. Bewährt haben sich hier spezielle Rezepturen mit einem reduzierten Gehalt an Kohlenhydraten, einem moderaten Protein- und Fettgehalt und einen deutlich erhöhten Gehalt an Ballaststoffen. Die Protein- und Fettbausteine sollten bei einer Reduktionsdiät eine besonders hohe Qualität aufweisen (Happy Dog Fit & Well Light 1 Low Carb).

Wichtig: Vor Diätbeginn sollte ein Check-up beim Tierarzt erfolgen. So kann überprüft werden, ob ggf. eine Grunderkrankung vorliegt, die das Übergewicht verursacht und  zudem kann sichergestellt werden, dass Herz, Kreislauf und Bewegungsapparat bei der Diät nicht überlastet werden.

  • Die  Futtermenge zur Gewichtsreduktion  orientiert sich zwar am momentanen Gewicht des Hundes. Bei Tieren, die stark zu Übergewicht neigen, kommt es jedoch vor, dass die deutlich weniger als empfohlen gefüttert werden muss. Weicht die Futtermenge mehr als 30 % von der Fütterungsempfehlung ab, sollte ein Tierarzt die Diät überwachen.

  • Futter und Leckerchen sollten täglich genau abgewogen werden, weil man sich bei der Nutzung eines Messbechers sehr leicht verschätzt!
    Tipp: Tagesration an Futter und Leckerchen schon morgens abwiegen und herrichten.

  • Die Menge an Leckerchen sollte maximal 15% der Tagesfuttermenge betragen
    Beispiel: bei 300g Trockenfutter (TF) à maximal 45g getrockneter Leckerchen

  • Zusätzlich gefütterte Leckerchen müssen von der Tagesration an Futtermittel abgezogen werden. 
    Beispiel: 300 g TF/Tag  – 45 g Leckerchen = 255 g Trockenfutter/Tag

    Als Faustregel bei „Leckerchen-Fütterung“ gilt: 
    > Je Gramm getrockneter Leckerchen wird die Futtermenge des Hauptfutters (Trockenfutter) um ein Gramm Futter gekürzt.
    > Je 30 Gramm gekochter Reis, gekochten Nudeln oder Kartoffeln muss das Trockenfutter um 10 Gramm gekürzt werden.
    > Apfel und Möhren enthalten viel Wasser und wenig Kalorien. Sie können in größeren Mengen angeboten werden als normale Leckerchen, sofern verträglich für das Tier. Je 70 g Obst muss die Futterration nur um 10 g gekürzt werden.


    10 Gramm Trockenfutter entspricht ca.:
    > 10 g getrockneter Leckerchen
    > 10 g Würstchen
    > 30 g Reis oder Nudeln (gekocht)
    > 70 g Apfel oder Möhre

  • Frisches Wasser immer zur freien Verfügung

  • Mindestens 2 x täglich Bewegung anbieten  - aber nicht weniger als 60-80 Minuten/Tag
    Sofern gesundheitlich möglich: Bewegung bzw. Intensität der Bewegung langsam steigern
    zB Ballspiele, Stöckchenwerfen, mit dem Hund joggen gehen, gemeinsame Spaziergänge mit anderen Vierbeinern etc.

  • Wenn zusätzliche Bewegung nicht möglich ist: im Haus für „Kopfarbeit“ sorgen
    zB Spielzeug oder Futter verstecken, Futter „erarbeiten“ lassen etc.

  • Dokumentation des Diätverlaufes anhand eines Diagramms in dem wöchentlich das erreichte Gewicht eingetragen wird
    Optimaler Gewichtsverlust: 1 – 2 % des Körpergewichtes, da dann Fett abgebaut

    Beispiel: 10 kg Hund, 100 – 200 g
    Regelmäßiges Wiegen des Hundes im wöchentlichen Abstand
    > Tierwaage (Fachhandel, Tierarzt etc.) oder man wiegt zunächst sich allein, dann sich mit dem Hund auf dem Arm, die Differenz ist das Gewicht des Hundes
    > Den Hund immer am gleichen Tag und zur gleichen Uhrzeit und unter den gleichen Bedingungen wiegen (z.B. immer morgens nach dem Gassigehen)
    Die Futtermenge muss individuell angepasst werden und ändert sich daher im Verlauf der Diät
    > Bei zu hohem oder zu niedrigen Gewichtsverlust sollte die Ration überprüft und  ein Tierarzt zu Rate gezogen werden

Diätfibel, Bewegungskalender und Gewichtstabellen zu ausfüllen können hier heruntergeladen werden

Was muss man bei der Fütterung von Hunden nach einer Kastration beachten?

Eine Kastration bewirkt im Organismus weitreichende hormonelle Veränderungen, die Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel haben. Daher nehmen die Tiere nach einer Kastration bei gleichbleibender Ernährung und Bewegung zu. Es wird angenommen, dass ein kastriertes Tier aufgrund dieser Stoffwechselveränderungen nur noch 75 – 80% der Futter- und Energiemenge (Kalorienmenge) benötigt, die es vor der Kastration brauchte. 

Daher ist es nach einer Kastration äußerst wichtig die Fütterung anzupassen und das Gewicht des Tieres regelmäßig – idealerweise 14 tägig oder spätestens monatlich -  zu kontrollieren.

Das ideale Futter nach einer Kastration enthält weniger „Energie“ also weniger Kalorien als das Futter, das das Tier vorher bekommen hat. Für den Hund gibt es dazu spezielle Rezepturen wie Happy Dog Supreme Toscana, Light 2 Low Fat oder Mini Light. 

Zudem sollte man sehr konsequent darauf achten, dass es nicht so viel „nebenher“ gibt. Wenn, dann am besten kleinere Mengen von Leckerchen oder Snacks, die weniger gehaltvoll sind. Beim Hund kann man beispielsweise auch Möhren oder Apfelstücke als „Zwischenmahlzeiten“ anbieten. Soll es auch ab und an ein kräftiger Happen wie z.B. ein Schweineohr sein, so streicht man für diesen Tag idealerweise eine Trockenfutter-Mahlzeit. 

Ein weiterer guter Tipp um Übergewicht vorzubeugen ist es, den Hund zu mehr Bewegung zu motivieren: Schon 15 Minuten längere Spaziergänge oder das Einbauen von Apportierspielen in den Spaziergang können den Stoffwechsel effektiv ankurbeln. 

Haut und Fell

Mein Hund hat Hautprobleme. Was kann ich dagegen unternehmen?

Hautprobleme können leider sehr viele, sehr unterschiedliche Ursache haben: zu hohe Eiweißgaben, Mangel an essentiellen Fettsäuren (einseitige Ernährung, Mangelernährung, mangelhafte Aufnahme infolge einer Stoffwechselstörung)  Zusatzstoffe im Futter und in Leckerchen, Parasitenbefall, bakterielle Hautinfektionen, Allergieprobleme, Organerkrankungen (Niere, Leber etc.) und so weiter.

Eine pauschale Empfehlung ist daher nicht möglich. Ein Futterwechsel kann sich sehr positiv auswirken, wenn die bisherige Fütterung die tatsächlichen Bedürfnisse des Hundes nicht optimal decken konnte. Dabei ist der Rat eines Fachmannes bei der Auswahl der passenden Sorte meist sehr hilfreich.

Wenn die Probleme sich als hartnäckig oder gravierend erweisen, sollte man jedoch nicht experimentieren, sondern einen auf Hauterkrankungen spezialisierten Tierarzt aufsuchen, um die Ursache genauer einzugrenzen und gezielt vorgehen zu können. Eine Futterumstellung reicht in diesen Fällen allein in aller Regel nicht aus.

Hat mein Hund eine Getreideallergie?

Hinter unklaren, hartnäckigen Haut- und Verdauungsproblemen kann durchaus auch eine Allergie auf Getreide stecken. Bei einem solchen Verdacht empfiehlt sich eine getreidefreie Sorte wie zum Beispiel Happy Dog Supreme Sensible Africa oder Karibik. Achtung: Unbedingt darauf achten, dass in diesem Fall auch nebenher keine getreidehaltige Nahrung oder Leckerlis  gefüttert werden!

Kann man Allergien mit der richtigen Fütterung vermeiden?

Nein, leider nicht. Allergien entstehen spontan – es ist also nicht vorhersehbar ob, wann und gegen was die Allergie besteht. Bei einer Allergie reagiert der Körper "überempfindlich" gegen ansonsten harmlose Stoffe – am Häufigsten Flohspeichel und Hausstaub. Auch gegen Nahrungsmittelbestandteile kann der Körper allergisch reagieren, allerdings ist das deutlich seltener der Fall als häufig angenommen: Nur einer von 10 Allergikern hat eine echte Futtermittelallergie.

Der Körper muss allerdings bereits Kontakt mit dem Auslöser gehabt haben, um eine Überreaktion auslösen zu können. Eine Futtermittelallergie entsteht meist auf Futtermittelbestandteile, die regelmäßig gefüttert wurden. Zu den häufigsten Futtermittelallergenen zählen: Rind, Huhn, Ei, Schwein, Lamm, Weizen, Soja, Mais und Reis. Ein erhöhtes Risiko an einer Futtermittelallergie zu erkranken haben laut Studien folgende Hunderassen: West Highland White Terrier, Boxer, Golden Retriever, Labrador Retriever. Die Futtermittelallergie kann sich in Form einer hochgradigen Hauterkrankung (meist verursacht durch schweren Juckreiz) oder in Form von Verdauungsstörungen zeigen (Erbrechen, chronischer Durchfall, Blähungen usw.). In seltenen Fällen liegt eine Kombination aus Hauterkrankung und Verdauungsstörung vor. Bei Lebensmittelallergien eignen sich speziell die Sorten Happy Dog Supreme Sensible Africa mit Strauß und Kartoffel und Happy Dog Supreme Sensible Karibik mit Kartoffel und Seefisch.

Verdauung

Mein Hund neigt zu Verdauungsproblemen. Worauf muss ich bei der Fütterung achten?

Leider ist eine pauschale Empfehlung nicht möglich, weil es zu viele verschiedene Ursachen für Verdauungsprobleme gibt:

Futterneid, Stress, Magen-Darm-Infektionen, Leber-/Nierenerkrankung, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Futtermittelallergie, Futtermittelunverträglichkeit, Motilitätsstörungen (Störung der Magen-Darm-Tätigkeit), Missbildungen (z.B. der Speiseröhre => „Falsches Erbrechen“), Darmverschluss, Fremdkörper, Selten: Vergiftungen, Tumorerkrankungen und so weiter. 

Die Futterumstellung auf ein besonders hochverdauliches Futter (z.B. Happy Dog Mini, Medium oder Maxi Adult bzw. Supreme Sensible Neuseeland oder Mini Neuseeland) ist ein guter erster Schritt. Wegen der vielen unterschiedlichen Ursachen ist bei der Auswahl des passenden Futters der Rat eines Fachmannes sinnvoll. Wenn das Befinden des Tieres stärker gestört ist und/oder die Probleme immer wieder auftreten, sollte man aber besser nicht unnötig Zeit verlieren und das Tier umgehend beim Tierarzt vorstellen. Das gilt insbesondere für relativ junge und ältere Tiere. Meist sind dann eine zusätzliche Behandlung und eine spezielle Diät erforderlich. Wenn die Diagnose feststeht, kann man übrigens auch viel leichter die im Einzelfall passende Fütterung finden.

Einen generellen Tipp gibt es aber: Möglichst nicht unnötig das Futter wechseln, wenn man ein passendes Futter gefunden hat. Und: Auch bei den Leckerchen lieber nur wenige, dafür gut verträgliche Sorten verwenden und möglichst nicht experimentieren!

Zähne

Wie kann ich die Zahngesundheit  meines Hundes unterstützen?

Die effektivste Maßnahme ist beim Hund wie beim Menschen regelmäßiges Zähneputzen. Auch Trockenfutter ist für die Zahnpflege und Kräftigung des Gebisses sinnvoll. Zwar kann man Zahnstein bei veranlagten Tieren dadurch nicht ganz verhindern, doch er lässt sich zumindest meist hinauszögern. Ein wichtiger weiterer Aspekt ist, dass das Zerbeißen größerer Kroketten den Zahnhalteapparat unterstützt und lockeren Zähnen vorbeugen hilft.

Hebt die andauernde Fütterung von Kräutern nicht die Wirkung der Homöopathika auf?

Nein. Es wird davon ausgegangen, dass auch hier das Paracelsische Prinzip gilt („Die Dosis macht das Gift“) und kleinste Mengen keinen Einfluss haben. Für die Wirkung ätherischer Öle wird dahingegen ein negativer Einfluss vermutet.

Kann man mit der Fütterung HD (Hüftgelenksdysplasie) oder ED (Ellbogendysplasie) verhindern?

Nein. Eine perfekt ausgewogene nicht zu gehaltvolle Kost – wie die Happy Dog–Rezepturen - in bedarfsgerechter Menge ist die optimale Unterstützung, um ernährungsbedingte Wachstumsstörungen zu vermeiden und daher sehr wichtig. Aber: die Entstehung von HD und ED wird durch viele Faktoren beeinflusst, z.B. durch eine ererbte Veranlagung, lockere Bänder, Überversorgung mit Futterzusätzen, Überbeanspruchung und Übergewicht.

Welches Futter ist für meinen Welpen am besten geeignet?

Der Bedarf eines Welpen und/oder Junghundes während des Wachstums hängt in hohem Maße davon ab, wie groß bzw. schwer er als ausgewachsenes Tier einmal sein wird.

In den ersten Lebensmonaten ist die Wachstumsintensität aber – egal ob groß oder klein - am größten. Daher ist in den ersten Lebensmonaten eine optimal ausgewogene Kost mit ausreichend hohem Protein- und Energiegehalt ganz besonders wichtig. 

Bei kleinen Rassen (bis ca. 10 kg) ändert sich aufgrund ihres besonders regen Stoffwechsels der Bedarf auch nach dem Zahnwechsel nur unwesentlich. Deshalb bietet man ihnen die Welpenkost an, bis sie mit ca. 9-12 Monaten ausgewachsen sind (Happy Dog Supreme Mini Baby + Junior). 

Anders bei mittelgroßen und großen Rassen: Zum Aufbau gesunder und leistungsfähiger Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke sowie für ein glänzendes Fell benötigen auch diese zwar zunächst ausreichend Protein. Nach Abschluss des Zahnwechsels (mit ca. 5-6 Monaten) fängt der Bedarf an Protein aber langsam an deutlich abzusinken. Eine übermäßige Versorgung mit Protein und Energie über diesen Zeitraum hinaus kann einen anabolen Effekt und dadurch erhebliche Wachstumsstörungen verursachen. Hier empfiehlt es sich in 2 Phasen zu füttern: Zunächst proteinreichere Welpenkost (Happy Dog Supreme Medium Baby, Happy Dog Supreme Maxi Baby) und nach dem Zahnwechsel langsame Umstellung auf eine weniger gehaltvolle Junior-Nahrung (Happy Dog Supreme Medium Junior, Happy Dog Supreme Maxi Junior). Diese 2-Phasen-Fütterung bietet die beste Möglichkeit die tatsächlichen Bedürfnisse wachsender Hunde größerer Rassen optimal nachzuempfinden. So lässt sich bei zurückhaltender Fütterung die Sicherheit bei der Aufzucht größerer Rassen erheblich verbessern.

Wie viel Futter sollte ein Welpe bekommen und wie oft?

Etwa von der 4. Lebenswoche an, möchte der Welpe auch gerne mal etwas „zwischen den Zähnen“ haben. Das ist der Zeitpunkt zu dem man anfängt ihm zusätzlich zur Muttermilch Futter und Wasser anzubieten.

Die Umstellung erfolgt langsam: ca. 4 – 6 x täglich wird entweder Happy Dog Baby Milk Probiotic, FlockenVollkost (Welpenbrei) oder eingeweichte pürierte Welpenkroketten jeweils in frisch angemischten kleinen Portionen angeboten. Mit ca. 8 Wochen erhalten Welpen dann nur noch 3 – 4 (dafür etwas größere) Mahlzeiten pro Tag. Halbjährige Tiere bekommen ihr Futter ca. 2 x täglich. 

Die optimale Futtermenge hängt von Alter, Gewicht, Aktivität und Stoffwechselveranlagung des Welpen ab. Die Fütterungsempfehlung bietet einen sehr guten Anhaltspunkt. Die individuell benötigte Futtermenge kann jedoch etwas abweichen. Eine deutliche Über- oder Unterschreitung der Futtermenge sollte jedoch vermieden werden, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden! Bei Unsicherheiten deshalb am besten rechtzeitig einen Fachmann zu rate ziehen.

Wann stellt man einen Welpen auf Erwachsenen-Futter um?

Kleine Rassen werden mit ca. 9 - 12 Monaten auf ein „Erwachsenenfutter“ (z.B. Mini Adult) umgestellt.

Sehr große Rassen haben bis zum Zahnen einen hohen Proteinbedarf. Deshalb bekommen auch Welpen größerer Rassen zunächst „richtiges“ Welpenfutter. Erst wenn der Proteinbedarf ab dem 6. Monat sinkt, werden sie langsam auf eine spezielle Junghundenahrung umgestellt (Phase 2). Die körperliche Entwicklung ist mit ca. (15­) 18 Monaten annähernd abgeschlossen. Danach Umstellung auf „Erwachsenennahrung”. Bei Bedarf –  z.B. bei „Pummelchen” – kann man schon etwas  früher auf Happy Dog Adult umstellen.

Wie kann man ernährungsbedingten Wachstumsstörungen am besten vorbeugen?

Ernährungsbedingte Wachstumsstörungen werden einerseits durch eine zu gehaltvolle, also zu energiereiche Ernährung begünstigt. Andererseits durch zu frühes Umstellen auf Erwachsenennahrung, zu große Mengen an Leckerlies, reine Fleischfütterung, rein vegetarische Ernährung, unnötige Gabe von Gelenkspräparaten etc.. 

Das bedeutet, dass man sowohl auf eine eher knappe Fütterung achten sollte („So viel wie nötig, so wenig wie möglich“), als auch auf eine den Bedürfnissen angepasste Rezeptur mit eher moderatem Energiegehalt. Auf die Zugabe von Ergänzungen für Knochen und Gelenken sollte verzichtet werden. Bei Verwendung von Belohnungen und Kauartikeln muss die Tagesfuttermenge entsprechend gekürzt werden.

Zudem wichtig: Welpen und Junghunde haben einen unterschiedlichen Bedarf! Welpen großer Rassen benötigen in den ersten Lebensmonaten bis zum abgeschlossenen 5. Lebensmonat eine ausreichend hohe Proteinversorgung. Dies ist die Hauptwachstumsphase in der in kurzer zeit viel Muskelmasse, Bänder-, Sehnen- , Gelenksubstanz sowie Haut und Fell gebildet werden müssen. All diese Körperbestandteile bestehen zum allergrößten Anteil aus Protein. Das erklärt, warum in den ersten Lebensmonaten nicht proteinreduziert gefüttert werden darf.  Erst nach dem abgeschlossenen 5. Lebensmonat sinkt langsam der hohe Bedarf und nähert sich Schritt für Schritt dem „Erwachsenenbedarf“. Dies ist an der Wachstumskurve gut zu erkennen.

Die beste Maßnahme zur Vermeidung ernährungsbedingter Wachstumsstörungen bei wachstumssensiblen Rassen ist folglich der Verzicht auf unnötige Ergänzungsfuttergaben und eine konsequent knappe Fütterung eines optimal ausbilanzierten Alleinfutters. Als Aufzuchtnahrung sollte eine an die speziellen Bedürfnisse der Welpenphase angepasste Kost (Happy Dog Supreme Medium Baby, Happy Dog Supreme Maxi Baby) verwendet werden. Nach dem abgeschlossenen 5. Lebensmonat erfolgt dann die langsame  Umstellung auf eine energiereduzierte Junghund-Rezeptur (Happy Dog Supreme Medium Junior, Happy Dog Supreme Maxi Junior).

Ab wann ist mein Hund ein Senior und was kann ich meinem Senior-Hund füttern?

Mit zunehmendem Alter sollten sie auf eine besonders schonende Ernährung achten. Für Hunde ab ca. 10 Jahre gibt es deshalb spezielle Senior-Produkte: Happy Dog Supreme Senior, Mini Senior und NaturCroq Senior. Allerdings sind manche Hunde trotz des höheren Alters noch sehr fit. Dann kann auch übergangsweise für längere Zeit die „normale Kost“ und die „Seniorenkost“ gemischt gefüttert werden. Bei älteren, sehr ruhigen und zu Übergewicht neigenden Hunden kann bei Bedarf auch Happy Dog Light 2 oder Mini Light mit der „Senior“-Nahrung gemischt werden, um Übergewicht vorzubeugen. Regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt helfen übrigens zusätzlich altersbedingte Schwächen rechtzeitig zu erkennen.

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